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Experimentierkästen statt High-Tech-System

2021-04-14T16:08:23.316Z

Der ehemalige Physiksaal der Finsinger Schule soll in einen modernen Unterrichtsraum für Natur und Technik umgebaut werden. Welches Medienversorgungssystem zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht final fest. Nur so viel: Die High-Tech-Variante wird es wohl nicht werden – auch auf Empfehlung der Schulleitung.



Der ehemalige Physiksaal der Finsinger Schule soll in einen modernen Unterrichtsraum für Natur und Technik umgebaut werden. Welches Medienversorgungssystem zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht final fest. Nur so viel: Die High-Tech-Variante wird es wohl nicht werden – auch auf Empfehlung der Schulleitung.

Finsing – „Wir hatten für den Umbau mächtig Geld in den Haushalt eingestellt“, erinnerte Finsings Bürgermeister Max Kressirer in der Schulverbandsversammlung des Mittelschulverbands Finsing: „Wir sind davon ausgegangen, dass wir zwischen 250 000 bis 280 000 Euro brauchen.“

Bereits im vorigen November hatte die Versammlung über den Raum beraten. Architekt Markus Heilmaier hatte damals verschiedene Systeme zur Medienversorgung vorgestellt – darunter das besonders flexible, aber verhältnismäßig teure High-Tech-System „FlyOne“. Damals habe eine Fachlehrkraft ihn auf dieses System aufmerksam gemacht, erklärte Heilmaier, und weitere Lehrer hätten sich dafür ausgesprochen. Allerdings, so Kressirer, seien jetzt einige aus diesem Lehrergremium, das eingebunden war, nicht mehr an der Schule.

Schule Oberding: Stromwürfel und Experimentierkästen

Ein Termin zur Besichtigung der Varianten mit allen Beteiligten sei nicht zustande gekommen. Lediglich den „FlyOne“ habe er gemeinsam mit Heilmaier angeschaut, so Kressirer. Zudem habe er mit dem Schulamt Erding gesprochen und erfahren, dass es an der Grund- und Mittelschule Oberding einen neuen Natur- und Technikraum gebe. Die Erfahrung dort habe gezeigt, dass es keine „Luxus-Variante“ brauche. Das System dort basiere auf einer Art Stromwürfel, die von der Decke kommen, und Experimentierkästen. Sie würden es jeder Lehrkraft ermöglichen, den Raum zu nutzen, weil man sich sehr schnell einarbeiten könne.

Dass dies durchaus wichtig wäre, bestätigte Konrektorin Antje Dürr. Sie erklärte, dass in der Grundschule vereinzelt biologische Themen in HSU (Heimat- und Sachunterricht) im Lehrplan festgesetzt seien. In der Mittelschule seien die naturwissenschaftlichen Fächer Physik, Chemie und Bio zu einem Fach zusammengefasst – bisher hieß es PCB, inzwischen NT (Natur und Technik). In der Mittelschule liege der Schwerpunkt der Fächer jedoch auf Deutsch, Mathe und Englisch sowie den berufsorientierenden Fächern Technik, Soziales und Wirtschaft. Der Fachbereich NT spiele keine so starke Rolle wie an Realschule oder Gymnasium.

Architekt Heilmaier: Die Schule soll das kriegen, was sie braucht

Hinzu komme, dass Grund- und Mittelschullehrkräfte in der Regel keine Ausbildung im Fach Biologie, Physik oder Chemie hätten. „Es gibt also kein speziell ausgebildetes Personal für diese Fächergruppe“, so Dürr: „Wer bei uns NT unterrichtet, ist sozusagen in der Regel eine fachfremde Lehrkraft und eignet sich das Wissen auf eigene Faust an.“ Dürr erachtet deshalb für die Grund- und Mittelschule Experimentierkästen als sinnvollste Lösung. „Darin sind die Versuche didaktisch so aufbereitet, dass auch ein Nichtfachbiologe sie durchführen und den Kindern nahebringen kann.“

Der Raum besteht seit 1977 – da brauche er freilich einen neuen Boden, neues Mobiliar, eine digitale Tafel. „Aber es geht um sehr viel Geld für etwas, das in der Form, in der man es nutzen könnte, hier sicher nicht genutzt wird“, stellte Dürr klar. „Das Schlimmste wäre es, etwas einzubauen, für das wir einen Haufen Geld ausgeben, es aber keiner brauchen kann“, meinte Architekt Heilmaier dazu. Die Schule solle das kriegen, was sie braucht.

Deshalb will man sich mit Schulleitung und Lehrern den NT-Raum in Oberding anschauen – und zwar kommenden Dienstag. im Anschluss berät die Schulverbandsversammlung erneut über das Medienversorgungssystem.

Die nächste Sitzung

Die nächste Sitzung der Schulverbandsversammlung des Mittelschulverbands Finsing ist am Dienstag, 20. April. Bei der Besichtigung des Natur- und Technikraums an der Schule Oberding ist eine Teilnahme von Zuhörern nicht möglich. Gegen 16 Uhr geht es in der Turnhalle der Schule Finsing dann auch um den Umgang mit Fremdparkern auf dem dortigen Parkplatz.

vam

Source: merkur

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