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„Ökologische Chancen“ der Isen-Renaturierung

2021-04-15T07:08:17.118Z

Das Wasserwirtschaftsamt äußert sich zu Kritik an Renaturierungsplänen in Dorfen und verspricht Offenheit. Das Wasserwirtschaftsamt äußert sich zu Kritik an Renaturierungsplänen in Dorfen und verspricht Offenheit. Dorfen – Von vielen Seiten ist in den vergangenen Wochen scharfe Kritik am geplanten Abriss der Wehranlage am alten Bad in Niederham und der Renaturierung der Isen laut geworden (wir berichteten). Jetzt erklärt sich das Wasserwirtschaftsamt München öffentlich, das das Projekt in Angriff nehm



Das Wasserwirtschaftsamt äußert sich zu Kritik an Renaturierungsplänen in Dorfen und verspricht Offenheit.

Dorfen – Von vielen Seiten ist in den vergangenen Wochen scharfe Kritik am geplanten Abriss der Wehranlage am alten Bad in Niederham und der Renaturierung der Isen laut geworden (wir berichteten). Jetzt erklärt sich das Wasserwirtschaftsamt München öffentlich, das das Projekt in Angriff nehmen möchte. „Es wäre sehr schade, wenn diese ökologische Chance nicht genutzt werden könnte“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei den Renaturierungsmaßnahmen sollen unter anderem die Isen umgeleitet und ein Abschnitt des Mühlbachs verfüllt werden. Anwohner des Mühlbachs befürchten, dass sich dieser dadurch – gerade in warmen Sommermonaten – zur stinkenden Kloake entwickelt, weil das übrige Wasser des Seebachs, aus dem der Mühlbach dann ausschließlich gespeist wird, nicht mehr für ausreichend Durchfluss sorgen könnte. Auch im Stadtrat hat das Projekt bereits für Diskussion gesorgt. SPD und Grüne sind skeptisch hinsichtlich der in Aussicht gestellten ökologischen Verbesserung der Isen und Isenauen.

Das in die Jahre gekommene Niederhamer Wehr ist baufällig. Laut Wasserwirtschaftsamt wären eigentlich die unterhalb liegenden Triebwerksbesitzer für die Instandsetzung zuständig. Einer der Verantwortlichen habe sich jedoch „hilfesuchend an das Wasserwirtschaftsamt gewandt und angeboten, auf seine Wasserkraftnutzung zu verzichten“, so Behördenleiter Christian Leeb. So sei die Idee geboren worden, aus einer reinen Sanierung der Wehranlage „etwas ökologisch Großes für die Isen“ zu entwickeln.

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Jetzt prüft das Amt weitere Optionen. Es sieht eine seltene und große Chance in der Renaturierung der Isen, die ökologisch einen großen Effekt hätte, auf den Bereich unterhalb des Wehrs, die Auen und den Fischbestand. 

© Wasserwirtschaftsamt München

Das Amt habe zunächst Gespräche mit den unmittelbar Beteiligten – unter anderem Kraftwerksbetreiber, Naturschutzbehörde, Stadt Dorfen und Fischereirechtsinhaber – geführt. Alle hätten der Projektidee positiv gegenübergestanden, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem späteren starken Gegenwind aus der Bevölkerung hat die Behörde offenbar nicht gerechnet.

„Wir können natürlich verstehen, dass Anwohner besorgt sind und nicht auf ihren Mühlbach verzichten wollen“, so WWA-Chef Christian Leeb. Jetzt werde überprüft, ob gegebenenfalls mit einer Rohrleitung Wasser auch ohne Wehr in den Mühlbach geleitet werden kann und wie der Mühlbach gestaltet werden muss, um selbst mit weniger Wasser ein attraktives Bächlein zu bleiben. Sobald die Planungen konkreter sind, werde das Wasserwirtschaftsamt vor Ort alle Beteiligten und auch die Öffentlichkeit informieren. Erst danach werde entschieden, wie es weitergeht.

Leeb hofft auf ein positives Ende. Durch die angestrebte Renaturierung „erreichen wir viele gute Dinge für den Fluss auf einmal.“ Die Fische könnten wieder frei wandern. Und die Isen erhielte ihren Charakter kilometerweit als fließendes Gewässer zurück.

Source: merkur

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