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Ein Abbruch behebt nicht die Probleme

2021-04-15T11:58:54.843Z

Was wird aus der Fußball-Saison? Folgt jetzt der Abbruch? Was wird aus der Fußball-Saison? Folgt jetzt der Abbruch? Landkreis - Oder gibt es doch noch eine Lösung, wie man die Spielzeit zu einem aus sportlicher Sicht fairen Ende bringt? Sollten die bayerischen Clubs bei einer anberaumten Befragung auf ein Ende bis zum 30. Juni bestehen, ist der Abbruch nicht zu verhindern. Die derzeit gültigen Bestimmungen sehen in solch einem Fall vor, dass Auf- und Ab



Was wird aus der Fußball-Saison? Folgt jetzt der Abbruch?

Landkreis - Oder gibt es doch noch eine Lösung, wie man die Spielzeit zu einem aus sportlicher Sicht fairen Ende bringt? Sollten die bayerischen Clubs bei einer anberaumten Befragung auf ein Ende bis zum 30. Juni bestehen, ist der Abbruch nicht zu verhindern. Die derzeit gültigen Bestimmungen sehen in solch einem Fall vor, dass Auf- und Absteiger nach der Quotientenregel ermittelt werden. Wir haben uns bei den A-Klassisten umgehört.

■  Alfons Deutinger, Trainer des FCA Unterbruck:

„Wir als FCA würden immer die sportliche Entscheidung bevorzugen, sehen aber momentan leider keine Möglichkeit, wie die Saison noch sportlich zu Ende gebracht werden kann. Außerdem muss irgendwann ja auch die neue Saison geplant werden. Auch wenn wir durch den Punkteschnitt aufsteigen, finde ich es schade, dass gerade den jungen Spielern dieses Erlebnis eines Aufstiegs auf dem Platz genommen wird. Sich weiterentwickeln und Erfolge wie Aufstiege zu erreichen sind die Gründe, warum wir spielen und es ist schade, wenn man dieses Erlebnis, das jeder Fußballer nur ein-, zwei- oder vielleicht dreimal erleben darf, nicht normal feiern kann.“

■  Jan Ziob, Trainer des BC Attaching II:

„Also wir könnten mit beidem leben. Uns wäre wichtig, dass ab August gespielt wird, egal mit welcher Saison, aber das ständige Hin und Her ist schlecht. Auf der anderen Seite wäre eine ordentliche Vorbereitung auch etwas Gutes, aber nur, wenn auch Aussicht darauf besteht, mehr als vier Saisonspiele zu absolvieren. Eine sportliche Entscheidung wäre uns natürlich lieber, als am grünen Tisch aufzusteigen. Nichtsdestotrotz hätte die Mannschaft und mein Vorgänger Alexander Ricks aufgrund ihrer überragenden Leistung bis zum Break den Aufstieg auch mehr als verdient. Mit einer 2. Mannschaft in der Kreisklasse zu spielen, wäre sicherlich auch eine tolle Sache. Aber nochmal: eine sportliche Entscheidung wäre uns immer lieber.“

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Werner Diemaier: Der SVO-Abteilungsleiter möchte am liebsten die Saison fortsetzen.

© fupa

■  Werner Diemaier, Abteilungsleiter des SV Oberhaindlfing:

„Wir als SV Oberhaindlfing würden gegen einen Abbruch stimmen, das haben Vorstand, Abteilungsleitung und Trainerteam so entschieden. Diese Meinung vertreten wir auch schon seit mehreren Monaten. Die Situation bei uns ist klar: Wir stehen auf dem zweiten Platz und wollen unsere sportlichen Chancen, den Aufstieg doch noch zu schaffen, wahren. Wenn es dann nicht klappt, ist es eben so. Ein möglicher Vorschlag von mir zur Fortsetzung des Ligabetriebs wäre, die Sommerpause zu streichen. Wir hatten jetzt ohnehin so eine lange Pause und könnten den Sommer durchspielen. So könnte im Juni und Juli die alte Saison beendet und dann ab August die neue Spielzeit ohne oder nur mit einer sehr kurzen Vorbereitung begonnen werden. Ob das so stattfinden wird, ist natürlich fraglich, aber wir sprechen uns klar für eine sportliche Lösung aus.“

■  Marcus Heiss, Trainer des TSV Eching II:

„Wie wir als TSV Eching abstimmen, kann ich momentan noch nicht sagen. Wir würden bei einem Abbruch sowohl mit der Ersten als auch mit der Zweiten leider nicht aufsteigen, was natürlich ärgerlich ist. Ich denke, jedem wäre es lieber, alles sportlich zu lösen. Ich glaube aber, dass die Mehrheit der Vereine trotzdem für einen Abbruch stimmen wird. Die Frage ist natürlich, wie es dann weiter geht. Abbruch heißt ja nicht, dass Corona am 1. Juli vorbei ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die neue Saison reibungslos funktioniert. Was passiert dann? Außerdem brauchen alle Spieler eine ausgiebige Vorbereitung nach dann acht Monaten ohne jegliches Training.“

■  Alexander Thalhammer, Abteilungsleiter der SpVgg Attenkirchen:

„Um ehrlich zu sein, stelle ich mir eher die Frage: Was passiert, wenn die Mehrheit der Vereine gegen einen Abbruch stimmt? Es wird bei der Abstimmung ja eine Frage gestellt, die die Konsequenzen der einen Antwort völlig offen lässt. Wird dann die Saison doch verlängert oder werden englische Wochen gespielt? Ich bin und war immer ein Befürworter für eine Lösung auf dem Platz, weil es die vielleicht etwas fairere Lösung wäre. Wir sind ja vor der Saison in die Spielrunde gegangen mit dem Ziel, eine intakte Mannschaft zu formen und das ist unserem Trainer außerordentlich gut gelungen. Deswegen hätten wir natürlich nicht Nein zum Aufstieg gesagt. Für mich und ich glaube, ich kann hier auch für die Mannschaft sprechen, ist es insofern bitter, weil wir die absoluten Topspiele gegen Attaching, Oberhaindlfing und Palzing alle noch vor uns gehabt hätten. Darauf hätten wir uns sehr gefreut.“

■  Gianluca Dello Buono, Trainer des SVA Palzing II:

„Mir persönlich ist eine sportliche Lösung immer lieber, aber wegen der aktuellen Entwicklung kann man verstehen, wenn der BFV die Saison jetzt abbricht. Planungssicherheit hat man für die Saison 21/22 trotzdem nicht. Ob wir durch die Quotienten-Regelung einen Platz besser oder schlechter abschneiden, ist völlig egal. Mir wäre lieber, ich könnte mit meiner Mannschaft wieder trainieren, weil wir zusammen sehr viel Spaß beim und nach dem Training hatten. Wären wir aufgestiegen? Das ist schwer zu sagen. Wir hätten definitiv beim Aufstieg eine entscheidende Rolle gespielt, da wir noch gegen alle direkte Konkurrenten gespielt hätten.“

■  Matthias Kugler, Trainer des SV Marzling II:

„Ich persönlich würde für den überfälligen Abbruch und die damit verbundene Anwendung der Quotientenregel stimmen. Ansonsten machen wir noch ewig ohne die notwendige Planungssicherheit weiter. Unsere finale Entscheidung als Verein wird aber auch noch mit dem Trainer der ersten Mannschaft sowie dem Abteilungsleiter besprochen. Natürlich freue ich mich, dass wir bei einem Abbruch der Saison die Klasse halten würden, andererseits kann ich den Ärger der Mannschaften nachvollziehen, die nicht die sportliche Chance dazu hatten. Allerdings ist in diesen Zeiten leider Vieles ungewiss, daher muss man jede Entscheidung – wie auch bei politischen Verordnungen oder Vorgaben – akzeptieren und das Beste daraus machen.“

■  Thomas Färber, Trainer des TSV Allershausen II:

„Wir finden es schade, dass wir die Saison nicht zu Ende spielen können. Ich hätte den Kampf um den Klassenerhalt gerne auf dem Platz ausgetragen. Ich würde jetzt abbrechen, damit man die neue Saison pünktlich im August wieder beginnen kann. Bei einem Abbruch der jetzigen Spielzeit wäre ich allerdings für eine Regelung, bei der es nur Aufsteiger gibt: Es darf also nur der Tabellenerste rauf und es gibt keine Absteiger. Dafür müssten dann natürlich nächste Saison mehr Mannschaften absteigen. Aber ich gehe davon aus, dass der BFV wie immer wieder seine Sache durchziehen wird und nicht nach der Meinung der Vereine handelt.“

■  Anton Hirschfeld, Trainer SV Vötting II:

„Ich als Trainer spreche mich deutlich für einen Abbruch aus, denn eine sportliche Lösung wird durch den jetzt viel zu engen Zeitplan ohnehin nicht mehr möglich sein. Ich finde, dass die jetzt anstehende Abstimmung wieder den Beigeschmack hat, dass der BFV die Verantwortung auf die Vereine abschiebt und sich selbst nicht traut, eine Entscheidung zu treffen. Das finde ich sehr schwach. Die Quotientenregel, die bei einem Abbruch gelten würde, finde ich an sich nicht unfair, aber ich würde sie nicht zum jetzigen Zeitpunkt, sondern zur Winterpause bzw. nach Beendigung der Hinserie ansetzen: So hat jeder einmal gegen jeden gespielt, außerdem haben manche Mannschaften jetzt ein einfacheres Restprogramm und andere ein schwereres. Deshalb wäre eine Abrechnung jetzt auch nicht unbedingt fair. Die allerbeste Lösung wäre: Nur Aufsteiger, keine Absteiger. Mit dieser Variante könnte sich jeder abfinden. Natürlich freue ich mich, dass wir durch den Abbruch in der Liga bleiben, hätte mich aber umso mehr gefreut, den Klassenerhalt spielerisch zu erreichen.“

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Robert Kühnel appelliert, die Probleme eines Abbruchs zu beachten.

© fupa

■  Robert Kühnel, Trainer des VfB Hallbergmoos III:

„Wenn man wegen allen Umständen jetzt die Saison nicht zu Ende spielen kann, kann man in meinen Augen auch keine neue Spielzeit in einigen Wochen oder Monaten beginnen. Wer, wann, was und wie jetzt entschieden wird, ist mir mittlerweile egal. Seit circa einem Jahr sage ich Dinge zu diesen Themen, die mir keiner glaubt, die dann aber genauso eintreffen. Ich beschäftige mich abseits von meiner Arbeit und meinen Hobbys sehr viel mit Politik, Physiologie und Menschenkenntnis, die einiges Wissen erfordert, vor allem aber logisches Denken. Schade, dass manche Personen in gehobenen Positionen das nicht mehr anwenden können oder dürfen, weil andere Faktoren viel ausschlaggebender sind.

Meine Meinung zu diesem Thema also bleibt, dass man eine sportliche Lösung weiter anstreben sollte. Der Beginn einer neuen Saison mit den jetzigen Problemen wird zu denselben Problemen führen, und wir werden nächstes Jahr an derselben Stelle stehen, an der wir uns jetzt befinden. Ein „normales“ Leben ohne Einschränkungen bei Arbeit, Familie und Hobbys wird es bis zu einer prozentualen Impfung der Gesellschaft und einheitlichen Regeln nicht geben.

Solange an der obersten Stelle der Regierung Machtspiele ausgetragen werden, um sich selbst ins beste Licht zu stellen, tut es mir leid für die, die in den nachfolgenden Generationen das alles dann zu stemmen haben. Trotzdem schaue ich positiv in die Zukunft, weil der Deutsche dies im Blut hat und auch diese Krise meistern wird. Schade, dass das einige von unseren entscheidungskräftigen Personen nicht vorleben.“

■  Sebastian Schaller, Trainer des FC Moosburg II:

„Wir, der FC Moosburg, stimmen klar für den Abbruch. Es macht einfach keinen Sinn mehr, das sage ich ja schon seit Wochen oder Monaten. Ich denke auch, dass es so kommen wird. Jetzt noch einmal zu verschieben und das Ganze unnötig hinauszuzögern, bringt ja auch nichts. Der BFV müsste eigentlich direkt den Mumm zeigen und sagen, jetzt ist es vorbei, wir brechen ab. Die Quotientenregel müssen wir dann einfach hinnehmen. Bei uns in der Zweiten profitieren wir natürlich davon, dass die Relegation wegfällt und wir sicher drin bleiben. Bei der Ersten würde ein Abbruch aber auch den Abstieg bedeuten. Hier ist es natürlich ein Nachteil, dass der Klassenerhalt nicht mehr erreicht werden kann.

Die einzig faire Lösung wäre gewesen, es sportlich zu Ende zu bringen. Dann aber auch zu vernünftigen Bedingungen und mit vernünftigen Vorbereitungszeiten. So gibt es jetzt natürlich sowohl im Aufstiegs- als auch im Abstiegskampf Verlierer und Gewinner, aber in Zeiten wie diesen gibt es einfach keine hundertprozentig richtige Lösung. Das merkt man in diesem Fall oder auch bei der Regierung, die auch nicht wirklich weiß, was sie tun soll. Von daher ist der Abbruch jetzt grundsätzlich die richtige Entscheidung und dann kann man hoffen, dass eine neue Saison mit normaler Vorbereitung und normalen Bedingungen möglich ist und wir alle wieder Spaß am Fußball haben.“

Source: merkur

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